SFCR-Bericht & Governance-System

Basis unseres gegenseitigen Vertrauens

Aktueller SFCR-Bericht

Die VEREINIGTE SCHIFFS-VERSICHERUNG V.A.G.® (VSV) betreibt seit Ihrer Gründung im Jahre 1856 nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit die Sparte Binnenschiffs­versicherung.

Bei einer 5-Jahresbetrachtung bewegt sich die VSV im Rahmen ihres selbstgesteckten Zieles der Risikostrategie einer Netto-Schaden-Quote von 75%. Sie beträgt im 5-jahres­Durchschnitt 68% (2019) und 70 % (2020). Zu dem unverändert positiven Ergebnis im versicherungstechnischen Bereich trägt mit einem jährlichen Betrag von 294 T€ auch die über fünf Jahre verteilte Auflösung der Schwankungsrückstellungen bei. Aufgrund der langfristig erfreulichen Schadenquoten von unter 100% ist die VSV nunmehr gesetzlich verpflichtet diese bis zum Jahre 2022 aufzulösen.

Mit 191 T€ verzeichnet die VSV trotz der schwierigen Lage am Finanzmarkt ein positives Anlageergebnis. Hier ist jedoch zu erwähnen, dass eine Zuschreibung der VSV-Tochter Leuchtturm von 95 T€ das Ergebnis einmalig positiv beeinflusst hat. Um den Grundsatz ,,Sicherheit vor Rendite" zu wahren, werden weiterhin Anlagen im Bankensektor getätigt, die wenig Ertrag bringend sind, dafür aber kein wesentliches Gefährdungspotential beinhalten.

Das gemäß den Anforderungen von Solvency II im Jahre 2016 eingerichtete Governance System hat sich seit bewährt und ist bis zum Jahre 2020 unverändert beibehalten worden. Dies betrifft die Organisationsstruktur einschließlich der Aufgaben des Vorstandes und der Schlüsselfunktionen. Eine Überarbeitung und Ergänzung der Leitlinien erfolgte im Sommer 2020 und wird auch künftig in diesem Zeitraum erfolgen, da die VSV nach Beendigung der Jahresberichte der Thematik am nächsten steht.

Die für die Risikosteuerung seit 2014 im Rahmen des Governance Systems entwickelte unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA) entwickelte sich zunehmend zu einer tragenden Säule für die Unternehmensentscheidungen. Die Bedienung des praktikablen ORSA-Excel-Tools ermöglicht die planende Vorausschau und den Vergleich unterschiedlicher Einflussfaktoren.

Alle im Bericht angegebenen Geldwerte sind kaufmännisch gerundet und werden in tausend Euro (T€) ausgewiesen. Die Struktur der Kapitalanlagen ist überwiegend gleichgeblieben, so dass das Risikoprofil lediglich durch eine Marktwerterhöhung einiger Immobilien erhöht ist. Die aktuelle Corona-Krise zeigte bisher keine wesentlichen Auswirkungen auf die VSV. Zudem werden für die Zukunft keine bedeutenden Auswirkungen auf die VSV erwartet. Dies ist wie folgt begründet:

Versicherungstechnik:

Die VSV ist ein spezieller Binnenschiffs-Versicherer. Der Bereich der Binnenschifffahrt war bisher letztlich nur wenig betroffen -so gab es bisher nur sehr geringe (im Grunde unwesentliche) Prämieneinbußen. Auch für die Zukunft wird eher kein Corona­bedingtes Risiko eines Geschäftsrückgangs gesehen.

Die VSV versichert zudem kein Schadenrisiko, dass durch Corona beeinflusst werden kann.

Kapitalanlagen:

Die Kapitalanlagen bestehen im Wesentlichen aus festverzinslichen Anlagen, Anlagen ohne Laufzeit und Immobilien. Während die Anlagen bei sicheren Banken getätigt sind, sind die Immobilien nach wie vor unverändert einer hohen Nachfrage unterworfen.

Der Einfluss von Corona auf die Kapitalanlagen ist also insgesamt zu vernachlässigen.

Rückversicherungsausfallrisiko:

Bei den Rückversicherern handelt es sich um etablierte Versicherer mit guter bis sehr guter Bonität. Ein durch Corona bedingter Ausfall der Rückversicherer wird als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt.

Operationelles Risiko:

Die Risikoidentifikation der VSV brachte keine operationellen Risiken hervor, die durch die Corona-Krise in einem relevanten Maße gesteigert wären. Dies ist im Wesentlichen damit begründet, dass im Zuge der heutigen Digitalisierung die Tätigkeiten der VSV auch im Horne-Office stattfinden können, sodass sich Personalausfälle, die als einziger potenzieller Ansatzpunkt für einen Corona-Stressfall eingeschätzt werden, nur sehr unwahrscheinlich durch Corona bedingt realisieren (schwerer Krankheitsverlauf eines Mitarbeiters/Vorstands).

Kurzum, die Corona-Krise hatte bisher keine relevanten Auswirkungen auf die VSV und wird sie nach aktueller Einschätzung auch zukünftig nicht haben.

Den gesamten Bericht können Sie hier herunterladen:

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