SFCR-Bericht & Governance-System

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Aktueller SFCR-Bericht

Die VEREINIGTE SCHIFFS-VERSICHERUNG V.AG.® (VSV) betreibt seit Ihrer Gründung im Jahre 1856 nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit die Sparte Binnenschiffsversicherung.

Die VSV verfehlte die selbst gesteckten in der Risikostrategie ausformulierten Ziele im Jahre 2019 nur leicht, behält sie aber in der durchschnittlichen 5-Jahresbetrachtung weiterhin bei. Einige wenige Großschäden trugen dazu bei, dass die Netto-Schaden-Quote mit 79 % einmal über 75 % rutschte. Bei einer 5-Jahresbetrachtung ist der Durchschnitt jedoch immer noch bei 68 % und entspricht der Risikostrategie des Unternehmens. Zu dem unverändert positiven Ergebnis im versicherungstechnischen Bereich trägt mit einem jährlichen Betrag von 294 T€ auch die über fünf Jahre verteilte Auflösung der Schwankungsrückstellungen bei. Aufgrund der langfristig erfreulichen Schadenquoten von unter 100 % ist die VSV nunmehr gesetzlich verpflichtet diese bis zum Jahre 2022 aufzulösen.

Mit 58 T€ verzeichnet die VSV trotz der schwierigen Lage am Finanzmarkt ein leicht positives Anlageergebnis. Um den Grundsatz „Sicherheit vor Rendite" zu wahren, werden weiterhin Anlagen im Bankensektor getätigt, die wenig Ertrag bringend sind, dafür aber kein wesentliches Gefährdungspotential beinhalten.

Das gemäß den Anforderungen von Solvency II im Jahre 2016 eingerichtete Governance System hat sich seit dem Geschäftsjahr 2017 bewährt und ist bis zum Jahre 2019 unverändert beibehalten worden. Dies betrifft die Organisationsstruktur einschließlich der Aufgaben des Vorstandes und der Schlüsselfunktionen. Eine Überarbeitung und Ergänzung der Leitlinien erfolgte im Sommer 2019 und wird auch künftig in diesem Zeitraum erfolgen, da die VSV nach Beendigung der Jahresberichte der Thematik am Nächsten steht.

Die für die Risikosteuerung seit 2014 im Rahmen des Governance Systems entwickelte unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA) eine entwickelte sich zunehmend zu einer tragenden Säule für die Unternehmensentscheidungen. Die Bedienung des praktikablen ORSA-Excel-Tools ermöglicht die planende Vorausschau und den Vergleich unterschiedliche Einflussfaktoren.

Das versicherungstechnische Risiko Nichtleben hat sich um 137 T€ reduziert und aufgrund dessen sowie wegen weiteren kleineren Effekte hat sich das SCR insgesamt um 78 T€ auf 2.375 T€ reduziert.

Obwohl die Kapitalanlagen überwiegend gleichgeblieben sind, ist das Risikoprofil durch Reduzierung der gesetzlich gesicherten Bestandteile der Kapitalanlagen betroffen.

Zum 31.12.2019 gehören weiterhin sämtliche Eigenmittel der Eigenmittelklasse Tier 1 an. Zum Jahresende betrugen sie 9.676 T€ gegenüber 9.971 T€ im Vorjahr bei einer SCR­ Bedeckungsquote von 407 % (VJ 407 %).

Die Auswirkungen der Pandemie, welche zu Beginn des Jahres aufgrund des Coronavirus „SARS-CoV-2" ausgebrochen ist, sind für die VSV vermutlich nicht wesentlich spürbar. Dies ist jedoch abhängig von der Dauer der Pandemie, die zur Zeit nicht vorhersehbar ist. Die VSV gewährt zur Zeit Aufschübe bei den Prämienzahlungen. Prämienausfälle sind noch nicht zu verzeichnen. Prämienausfälle hängen sicherlich auch davon ab, in wie weit die Fahrgastschifffahrt diesen Sommer ihre Tätigkeit wird aufnehmen können. Eindeutige Aussagen hierzu lassen sich nicht tätigen. Sollte sich ein Geschäftsrückgang abzeichnen, würde die Höhe der Schadenzahlungen sich ebenfalls reduzieren. Der Effekt per Saldo auf das versicherungstechnische Ergebnis lässt sich nicht vorhersehen.

Im Bereich der Kapitalanlagen investiert die VSV in Unternehmensanleihen und Festgelder bei den Banken, deren Liquiditätsbedarf aufgrund der unerwarteten Kreditnachfrage derzeitig angestiegen ist. Fällige Anlagen wird die VSV vermutlich problemlos reinvestieren können. Die Kapitalanlagen im Immobilienbereich sind nicht von der Pandemie betroffen, da es sich lediglich um Immobilien im Wohnungsbereich handelt. Eventuelle Mietstundungen wären keine Mietausfälle und berührten lediglich den Aspekt der Liquidität. Somit wären eventuelle Mietstundungen nicht ergebniswirksam. Aufgrund der hohen Liquidität der VSV wären aber ferner auch keine Einschränkungen der Liquidität durch Mietstundungen zu befürchten.

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